Projekt Wohnwagen / Modell P0117

Wie im letzten Urlaubsbericht aus dem Pinzgau bereits angesprochen, reifte in uns immer mehr der Gedanke an einen Wohnwagen.

Im Markt gestöbert haben wir schon länger, doch nach unserem Urlaub ergab sich was ernsthaftes. Meine Schwiegereltern wollten ihren verkaufen und so nahm die Geschichte ihren Lauf.

In dieser Blogkategorie möchte ich ein wenig den Import, die Renovation und Um-/Ausbau dokumentieren.

Zustand nach Import

Es wird nicht so regelmässig was erscheinen, da einerseits die Platzverhältnisse bei uns zum Arbeiten eingeschränkt sind und andererseits ich nicht immer Lust hab. ;-D

Viel Spass beim stöbern…

PS: man verzeihe mir auch manchmal die nicht-Profi-Arbeit, jedoch würde ich mich eher als Bürogummi (Informatiker) betiteln und mache dies als Ausgleich und lerne dabei… 😉

Projekt WoWa – Einbau Dampfabzugshaube

Zum Gesamtprojekt gehörte auch eine Dampfabzugshaube für die Küchenzeile. Die Vorbesitzer hatten diese nicht genutzt, weil sich die Gerüche dann im Wohnwagen hielten. Für uns sollte deshalb der Abzug zwei Zwecke erfüllen. Einerseits sollte dieser mittels Deckenventilator die Kochgerüche und -dämpfe schnellst möglichst aus dem Innenraum absaugen und weiter bietet die integrierte Leuchte ein brauchbares Arbeitslicht.

Da es am ersten Tag des Einbaus nasses Wetter war, konzentrierte ich mich auf die Innenarbeiten. Als erstes musste der Oberschrank für die Haube vorbereitet werden. Dazu entfernte ich den entsprechenden Vorsatz an der Zierleiste oberhalb der Kocher. Anschliessend konnte das Loch für den Abzug in den Schrankboden gesägt werden:

Angesägte Zierleiste

ausgesägte Zierleiste

Loch für den Abzug

Nach der Montage der Abzugshaube kam es zur ersten Modifikation. Original wird das Produkt mit Halogen-Leuchtmittel ausgeliefert. Diese habe ich dann mit bereits bestellten LED-Leuchtmitteln ausgetauscht. So sparen wir Strom, jedoch haben wir die Dimm-Funktion verloren – ein Verlust der verkraftbar ist.

Montierte Abzugshaube

zwei verschiedene Leuchtmittel

beides LED

Funktionskontrolle LED

Da die abgesaugte Luft nicht nur in den Schrank sondern schlussendlich rausgeblasen werden soll, musste ich den Schrank-Zwischenboden auch anpassen. Dazu habe ich ein passendes Stück heraus gesägt:

Markierung für Lüftungsschlauch

Angepasster Zwischenboden

Der Abzugsschlauch war dann auch relativ einfach an der Haube montiert und auch erste Stromleitungen wurden für die Funktionskontrolle verlegt. Um die technische Installation ein wenig zu verbergen, kreierte ich einen ersten Entwurf einer Abdeckung. Diese soll in einem weiteren Schritt noch ein wenig optisch optimiert werden:

Lüftungsschlauch und provisorische Elektrik

erste Abdeckung

Gestern war dann das Wetter zwar kalt aber trocken. So machte ich mich an die Montage des Lüfters. Die Position war zwar schnell klar, nur dem Eis gefiel es da auch noch. So musste das Dach erst einmal von diesem befreit werden:

Dach mit Eis

Eisfreie Stelle

Anschliessend konnte nach einer Prüfung nach Balken und Stromleitungen von innen eine Positionsbohrung vorgenommen werden. Anhand dieser wurde auf dem Dach die Sägemarkierung angebracht und das Loch ausgesägt:

Positionsbohrung

Sägemarkierung Freihandstil

Ausgesägtes Loch im Dach

Nun konnte man den Lüftungspilz der Anleitung entsprechend montiert werden. Alle notwendigen Bauteile inkl. Gummiring und Schrauben wurden hier mitgeliefert:

Lüftungspilz mit Gummidichtung

Montierter nackter Pilz

innere Lüftungsabdeckung

äussere Abdeckung

fertig montierter Lüftungspilz

Danach musste man innen die Verkabelung vornehmen und mittels Kabelbindern und -kanal noch ein wenig sauber gestalten. Der erste Probelauf war noch nicht ganz wie gewünscht. Der Ventilator hatte ein wenig (gewünschtes) Spiel und kratzte immer wieder an der Abdeckung. Nach dem sprichwörtlich letzten Schliff lief dies dann auch ohne Störgeräusche, so dass der Schlauch montiert werden konnte:

erste Verkabelung

sauber verlegte Verkabelung

montierter Lüftungsschlauch

Zu guter Letzt kam der Zwischenboden und die „wunderschöne“ Abdeckung wieder rein:

Lüftungsschlauch mit präpariertem Zwischenboden

erste provisorische Abdeckung

Dampfabzugshaube mit montiertem Filter

Dampfabzugshaube Arbeitsansicht

Mit der Montage des Filters wäre der Einbau soweit abgeschlossen. Nun fehlen nur noch zwei optisch ansprechende Abdeckungen innerhalb des Oberschrankes.

Projekt WoWa – Essbereich I

Zum neuen Essbereich wird auch ein Tisch benötigt. Den Tisch der ursprünglich geplanten Rundsitzecke hätte man wegen einer Delle renovieren müssen. Die Tischplatte vom nun definierten Essbereich ist heil, grösser hat jedoch aus meiner Sicht den unpraktischeren Mechanismus der Tischbeine:

Tischflächen im Vergleich

unpraktisches Klapp-Tischbein

praktisches Hub-Tischbein

Daher wurde da einmal ausgetauscht. Als erstes habe ich bei beiden Tischen die Tischbeine demontiert:

kleiner Tisch ohne Hub-Mechanik

grosser Tisch ohne Klappbein

Anschliessend konnte die Mechanik des Hubtisches (ehem. Rundsitzgruppe) an der grösseren Tischplatte montiert und getestet werden:

grosser Tisch mit frisch montierter Hub-Mechanik

fertiger neuer Esstisch

So wartet der Tisch nun auf seinen Einsatz im Wohnwagen. Jedoch ist sein Platz aktuell noch durch die mobile Werkstatt besetzt. 😀

Projekt WoWa – Einbau Bett I

Eines der Projektziele war von Anfang an der Einbau eines richtigen Bettes, da wir einerseits nicht jeden Tag umbauen und vor allem nicht auf aneinander gereihten Polstern schlafen wollten. Der zuerst designierte Platz im Bug stellte sich dann aber bald als zu klein bzw. zu kompliziert heraus um mit meinen Fähigkeiten was ansehnliches zu gestalten. So haben wir uns entschieden den Essplatz wieder hierher zu verlegen und die für uns eher zu grosse Rundsitzecke für ein Bett zu opfern.

Als erstes habe ich bisher mittels Kieferlatten ein aus meiner Sicht stabiles Grundgestell montiert. Im Design blieben die alten Sitzkästen bestehen, so dass diese zu einer weiteren Stabilität verhelfen:

die Latten mussten eingepasst werden

Latten warten auf ihren Zuschnitt

Passkontrolle der Längs- und Stützlatten

Montierte Latten für das Bettgestell

Heizungsrohre sind nun am Bettgestell montiert

Bettgestell inkl. Querlatten zur Stabilisation (vorne und hinten)

Als Abschluss gegen den Wohnraum sollte eine Wand mit Tür sein, damit der Platz unter dem Bett als Stauraum genutzt, dieser aber geschlossen werden kann. Dafür habe ich als erstes eine Querlatte mit Stützlatten montiert:

Quer- und Stützlatten Türfront

Anschliessend wurden drei Platten (zwei Seiten, eine Tür) angepasst und eingebaut:

eingepasste Frontplatten

Scharniermontage

Die Türe wurde mit einem Klappgriff mit passendem Gegenstück an der Stützlatte versehen:

Markierung für Türschloss

Loch für Klappgriff

montiertes Innenstück

montiertes Aussenstück

fertig montierte Tür vom späteren Bettkasten

Sobald die letzten Arbeiten unter dem Bett (Serviceklappen, Verkabelung Bremslicht, etc.) abgeschlossen sind, erfolgt die Einpassung der Lattenroste. Die Matratzen warten jedenfalls schon auf ihren Einsatz. 😉

Projekt WoWa – Einbau Serviceklappen I

Als sich endlich mal wieder ein trockener Tag ankündigte war es Zeit die erste Serviceklappe einzubauen. Serviceklappen sorgen für einen einfachen Zugang von aussen unter die Sitzbänke z.B. zum Frischwasser-Tank.

Nach dem Studium der Einbau-Anleitung ging es als erstes an die Suche der Position. Hierzu wird die Schablone von Innen an die Position gehalten oder geklebt und zwei kleine Löcher gebohrt. Es ist hierbei empfehlenswert, die Aussenseite vorher nach allfälligen Reflektoren etc. zu inspizieren. Anschliessend positioniert man die Schablone aussen und trägt die Sägemarkierung auf. Eigentlich sollte man die Ränder anschliessend mit Malerkrepp abdecken, was mir hier jedoch fehlte:

Positionslöcher von Innen

Schablone aussen

aufgetragene Sägemarkierung

Um den Ausschnitt auszusägen, setzt man am Rand Löcher, damit man mit der Stichsäge ansetzen kann. Die Löcher müssen zwingend am Rand sein, da der ausgeschnittene Teil weiterverwendet wird! Beim Sägen zeigte sich das fehlende Malerkrepp mit entsprechenden Vibrationsspuren auf der Aussenhaut:

Löcher für die Stichsäge

ausgeschnittene Wohnwagen-Wand

Die ausgeschnittene Öffnung verstärkt man anschliessend mit Alu- oder Holzleisten. In meinem Fall benötigte ich nur drei Seiten, da unten bereits eine Holzleiste vorhanden war (die auch eine grosse Last auf der Akku-Stichsäge verursachte). Die Styropor-Isolation kann man entweder herausschaben, oder wie ich mittels Heissluftföhn reduzieren bevor die Leisten eingesetzt werden:

Styropor-Isolation

behandelte Styropor-Isolation

eingesetzte Holzleisten

Das vorher ausgesägte Teil wird mittels weiterer Schablone verjüngt, damit es als Füllung der Serviceklappe weiterverwendet werden kann. Der Einbau in diese erfolgt mit Haftklammern. Vorher muss man den Rahmen jedoch mit genügend Dichtmasse versehen, damit der Innenraum weiter trocken bleibt:

verjüngte und eingesetzte Wohnwagen-Wand

verjüngte und eingesetzte Wohnwagen-Wand (Aussenansicht)

Zu guter Letzt wird die komplette Serviceklappe mit Dichtmasse versehen und in den Wohnwagen eingesetzt:

aufgetragene Dichtungsmasse (schwarz)

eingebaute Serviceklappe

Eigentlich hätte es auch einen Innenrahmen, jedoch passte dieser nicht mehr rein. 🙁 Jedoch bin ich für die erste Klappe nicht unzufrieden und kann es nur noch besser machen. Wären mir nicht beide Akkus leer gelaufen, wäre ich in gut zwei Stunden mit der Arbeit fertig gewesen. So kam noch eine Stunde Zwangspause dazu.

Projekt WoWa – Bremslicht I

Auf dem Heimweg bei der Abholung des Wohnwagens traf ich bereits die Entscheidung, dass unser um ein drittes Bremslicht erweitert werden sollte. Dieses Wochenende habe ich dieses einmal montiert, jedoch ist es noch nicht angeschlossen.

Als erstes musste die Mitte und die Montage- bzw. Bohrpunkte ausgemessen werden:

Markierte Stellen am Heck

Nach der Bohrung der Kabeldurchführung konnte auch das Bremslicht montiert werden. Wichtig ist hierbei vor allem genügend Dichtmittel zu verwenden:

gebohrte Kabeldurchführung

Montiertes Bremslicht

Das Bremslicht habe ich bewusst höher montiert, da wir auch die Montage einer Rückfahrkamera im Sinn haben:

Heckansicht mit neuem Bremslicht

Der nächste Schritt wird sein, die Anschlusspunkte zu finden und das Bremslicht zu verkabeln. Danach haben wir auch im Verkehr eine leicht erhöhte Sicherheit.