Militär – meine Zeit in der Schweizer Armee

wk2009_001wk2009_003Seit meiner Aushebung (Musterung) im 2001 bis zu meinem letzten Dienst in einer Kompanie (2012) durfte ich viel erleben.

Während meinen Ausbildungen habe ich einiges für den militärischen Alltag als auch für das das zivile Leben gelernt. Vor meiner Kaderlaufbahn (siehe entsprechende Posts) wäre es nicht denkbar gewesen, dass ich vor x Leuten aus dem FF einen Vortrag oder ähnliches halte. Mittlerweile bin ich beruflich Instruktor und Referent in der IT Branche und somit bringen die „grünen Ferien“ dem einen oder anderen eben doch etwas 😉

Pz Log Kp 14, FDT 2012, Det HR – Abschied

Im Juni 2012 durfte ich meinen letzten Dienst in „meiner“ Pz Log Kp 14 absolvieren.
War der KVK eher von relaxen, wandern, Sport und Sonnenbränden geprägt (unsere Mat war noch nicht eingetroffen), so ging es in der WK Woche 1 in den normalen Dienstbetrieb über. Nach der obligaten Vorstellungsrunde am ersten Abend fragte dann doch glatt ein „Hamburger“, weshalb ich denn am Samstag schon meinen letzten Tag hätte. Ich fragte den jungen Burschen ob 563 Diensttage oder 10 Dienstjahre Grund genug seien, was er dann doch eher kleinlaut bejahte 😀

Besagter Samstag war zwar sonnig, aber irgendwie auch trüb. In der Woche haben wir schon mehrere gute Kameraden aus dem militärischen Dienst entlassen und nun war es an mir mich von der anwesenden Meute zu verabschieden. Einfach war es nicht, denn nach all den Jahren mochte ich die Jungs doch schon ordentlich!

Falls dies ein aktiver oder ehemaliger AdA der Pz Log Kp 14 liest – ich danke euch für die manchmal anstrengende aber meist super Zeit mit euch!

„Semper Fi“

Pz Log Kp 14 (2005 – 2012) – Einheitsfeldweibel bei den Bordeaux-Gelben

Fortbildungsdienst der Truppe alias Wiederholungskurse (Feldweibel / Hauptfeldweibel)

(OR-7 – NATO)

a21_hptfw Hauptfeldweibel (Schweizer Armee)

 

pzbat14.parsysrelated1.16685.imageAls eingefleischter Übermittler bekam ich einen kleinen Schock, als ich meine neue Einteilung in der A XXI bekam. Ich sollte nach meiner Zwangspause 2004 Dienst in der Panzerlogistikkompanie leisten. Panzertruppe? Logistikkompanie? Um was geht’s hier eigentlich? waren so meine ersten Gedanken…

So durfte ich 2005 auf den berühmt berüchtigten Waffenplatz von Bure zu meinem ersten WK einrücken. Relativ schnell habe ich Anschluss zum zweiten Feldweibel gefunden. Dieser stellte mich kurz dem Kommandanten vor und schon legten wir los – oder zumindest wollten wir das.

Dank eines Planungsfehlers standen uns die Räumlichkeiten und Magazine nicht am Montag sondern erst am Freitag zur Verfügung. So mussten wir uns provisorisch alle Kompanien in einer Kaserne einrichten…

Gut, der erste WK war schon bald vorbei und hätte mit der U ‚MOBILE05‘ enden sollen. „Dank“ des August-Hochwassers blieben wir davon verschont und durften dafür in einen richtigen Katastophenhilfeeinsatz. Durch das Chaos hingegen, wurden ein paar Beförderungen vergessen…

Militär-Hierarchie – wie sie wirklich stimmt

Wer hat sich nicht schon gefragt, wie die Hierarchie im Militär wirklich ist. Die Antwort dazu bietet ein Blick in die Bibel… *g*

Der General
Er überspringt kleinere Gebäude,
ist stärker als eine Lokomotive,
schneller als eine Pistolenkugel,
kann bei ruhiger See auf dem Wasser wandern
und regelt mit Gott den Lauf der Dinge.

Der Oberst
Er überspringt kleinere Gebäude bei günstigem Wind und mit Anlauf,
ist stärker als eine Spielzeuglokomotive,
ist fast so schnell wie eine Pistolenkugel,
kann bei ruhiger See auf dem Wasser wandern,
und spricht manchmal mit Gott.

Der Oberstleutnant
Er überspringt kleinere Gebäude bei günstigem Wind und mit Anlauf,
ist fast so stark wie eine Spielzeuglokomotive,
versichert glaubhaft, ziemlich schnell zu sein,
kann auf dem Wasser einer Badeanstalt balancieren und
nach vorheriger Anfrage mit Gott sprechen.

Der Major
Er schafft kaum den Sprung über Hundehütten,
schätzt seine Stärke ziemlich hoch ein,
kann schnelle Pistolenschüsse abgeben,
oft ganz gut schwimmen und
wird ab und zu von Gott angesprochen.

Der Hauptmann
Er macht grosse Sprünge, statt über Häuser zu springen,
wird von Lokomotiven überrollt,
kann manchmal mit einer Pistole hantieren, ohne sich zu verletzen,
kann im Wasser an der Oberfläche bleiben
und spricht mit Tieren.

Der Oberleutnant
Er läuft gegen Häuser,
kann eine Lokomotive manchmal auf Anhieb erkennen,
erhält vorsorglich niemals Munition,
kann sich nach genauer Anweisung über Wasser halten
und spricht mit dem Wasser.

Der Leutnant
Er stolpert über die Schwelle beim Betreten der Häuser,
sagt: „Oh, das ist eine Tschu-Tschu-Eisenbahn“,
macht sich mit einer Wasserpistole nass
und führt Selbstgespräche.

Der Feldweibel
Er hebt mühelos jedes Gebäude hoch und geht darunter durch,
stösst Lokomotiven aus den Geleisen,
fängt Pistolenkugeln mit den Zähnen und zerkaut sie,
lässt Wasser durch seinen Blick zu Eis erstarren:

ER IST GOTT!!!

Uem RS 264/03 Kp II – Drillsergeant ;-)

Rekrutenschule / Praktischer Dienst (Feldweibel)

(OR-7 – NATO)

a21_fwFeldweibel (Schweizer Armee) 

Am Montag nach der Beförderung rückte ich wieder nach Jassbach ein. Normalerweise macht jeweils eine Kompanie Dienst in der Kaserne, aber durch die im 2004 startende A XXI wurden wir mit Rekruten überschwemmt und eine zweite Kp wurde in’s Leben gerufen…

Unser Standort war nicht eine Kaserne, sondern zwei Gasthöfe in Linden (Hotelzimmer für höheres Kader / Zimmer für Uofs / 2 Rekrutenzüge), eine Zivilschutzanlage (restliche Rekruten) und private Unterkünfte (Kp Kdt / Uofs). Das Mat Mag war eine Garage, der Restaurantparkplatz der Wagenpark und der grosse Dorfparkplatz war unser AV Platz. (Fast WK Bedingungen)