Pz Log Kp 14 (2005 – 2012) – Einheitsfeldweibel bei den Bordeaux-Gelben

Fortbildungsdienst der Truppe alias Wiederholungskurse (Feldweibel / Hauptfeldweibel)

(OR-7 – NATO)

a21_hptfw Hauptfeldweibel (Schweizer Armee)

 

pzbat14.parsysrelated1.16685.imageAls eingefleischter Übermittler bekam ich einen kleinen Schock, als ich meine neue Einteilung in der A XXI bekam. Ich sollte nach meiner Zwangspause 2004 Dienst in der Panzerlogistikkompanie leisten. Panzertruppe? Logistikkompanie? Um was geht’s hier eigentlich? waren so meine ersten Gedanken…

So durfte ich 2005 auf den berühmt berüchtigten Waffenplatz von Bure zu meinem ersten WK einrücken. Relativ schnell habe ich Anschluss zum zweiten Feldweibel gefunden. Dieser stellte mich kurz dem Kommandanten vor und schon legten wir los – oder zumindest wollten wir das.

Dank eines Planungsfehlers standen uns die Räumlichkeiten und Magazine nicht am Montag sondern erst am Freitag zur Verfügung. So mussten wir uns provisorisch alle Kompanien in einer Kaserne einrichten…

Gut, der erste WK war schon bald vorbei und hätte mit der U ‚MOBILE05‘ enden sollen. „Dank“ des August-Hochwassers blieben wir davon verschont und durften dafür in einen richtigen Katastophenhilfeeinsatz. Durch das Chaos hingegen, wurden ein paar Beförderungen vergessen…

 


 

2006 – Schiess-WK im Hinterrhein.

wk2006_splhrDer andere Fw hatte seinen Dienst verschoben und so durfte ich den Laden alleine schmeissen. Es war streng, hektisch, aber lehrreich…

Das Highlight waren natürlich die grossen Schiessübungen, bei welchen wir als Zuschauer mit von der Partie waren…

Nach der Standarten-Abgabe in Glarus, „entführte“ unsere Kompanie diese, um bei der Kirche in Glarus einige Beförderungen im schlichten aber würdigen Rahmen vorzunehmen. Nebst einzelnen Gefreiten wurden auch die „Vergessenen“ befördert. So wurde aus einem Korporal ein Wachtmeister und ich darf mich nun auch offiziell mit Hauptfeldweibel (Hptfw) betiteln. 😉 Nach den Beförderungen wurde das Feldzeichen natürlich wieder heil dem Battailonskommandanten übergeben.

 


 

2007 – WK in Bure… oder doch nicht? / Subs Ei ‚AMBA CENTRO‘

Obwohl der WK des Pz Bat 14 in Bure stattgefunden hat, habe ich meine vier Wochen in Raum Lac Leman verbracht…emblem-pz-11

Rückblick: am URE des Pz Bat wurde die Pz Mw Kp 14/5 in den Einsatz AMBA CENTRO befohlen (Botschaftsschutz). Diese Kompanie hatte jedoch einen Unterbestand an Kader, so dass nach Freiwilligen gefragt wurde. Aus Neugier und auch wegen der Vorbildfunktion habe ich mich für den Subsidiären Einsatz gemeldet…

So durfte ich im März nochmals zu einem URE in Vuilleneuve reisen, wo im Mai dann auch der WK startete. Der Sollbestand von 300 Mann wurde selbst mit den aus dem Reservepool aufgeboteten AdAs nicht erreicht, so wurden als erste Sofortmassnahme jegliche (!) persönliche Urlaube abgelehnt. (Später im eingespielten Betrieb wurde diese Regelung wieder gelockert, sofern der Einsatz aufrecht erhalten werden konnte)

Für mich war es wieder eine relativ strenge Zeit (KVK und EBA in Vuilleneuve / Ei in Genf und Bern). Aber auch hier konnte ich mir einige Punkte aufnotieren, welche ich noch zu verbessern habe, insofern hat mir der Einsatz persönlich etwas gebracht.

Nachdenklich stimmte mich eher die Tatsache, dass es mir manchmal vorkam, als ob die Schweizer Armee diesen Einsatz zum ersten Mal ausführt. Wir spürten hier Mängel in der Organisation, welche auf unserer Ebene (Kompanie) nicht zu beheben waren 🙁


2008 – Schiess-WK in Wichlenalp (Elm)

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Da dank dem neuen Bat Kdt das Bat KP in Matt war, durften wir unser Hauptdetachement in Elm einquartieren. Dies ist in diesem Zweijahres-Rythmus ein dürfen, da die Unterkunft in Hinterrhein ein Bunker ohne Tageslicht, während Elm eine überirdische Unterkunft ist 🙂

 

Nebst den Standardprogrammen wurden wir gleich am ersten WK Tag vom Schnee heimgesucht. Unsere Kompanie konnte ihren Tätigkeiten nachgehen, während die Panzerkompanien Alternativprogramme ausarbeiten mussten, da die schweren Leo Kampfpanzer auf der verschneiten Piste nicht fahren konnten…

 


 

2009 – Winter Gefechts WK in Bure – *brrrrrrr*

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Bure machte auch dieses Jahr seinem winterlichen Spitznamen „Sibirien“ alle Ehre. Der Kälterekord lag zwar „nur“ bei rund -12°C, doch die Witterung war stets sehr winterlich anzusehen.

Die Ausbildung aller Kompanien „litt“ unter diversen Subs Ei, welche das Pz Bat 14 leistete. Waren unsere Jungs doch für das WEF in Davos und Genf, sowie für den Ei „AMBA CENTRO“ ebenfalls in Genf im Einsatz. Das vergrösserte Wachdispositiv machte sich auch im Dienstbetrieb der Log Kp spürbar. Haben wir zwar viele AdAs, doch das Fehlen einzelner Spezialisten reduziert unsere Einsatzbereitschaft nicht unmerklich…

 


 

2010 – Schiess-WK im Hinterrhein (GR)

Vom Rhythmus her war wieder die Grossregion Panixer auf dem Programm mit den beiden Schiessplätzen Hinterrhein (GR) und Wichlenalp (GL).
Im Laufe des Jahres kam ich mit einem Kollegen der Motocrew ins Gespräch dass bei uns ein Fourier fehle. Er hat sich dann spontan zu einem freiwilligen Dienst gemeldet. Ansonsten war der Dienst soweit ganz normal ohne speziell zu erwähnenden Programme.


2011 – Manöver WK in Bure (JU)

Der Dienst 2011 stand ganz im Zeichen der Brigadeinspektion unseres Kommandanten, welcher für den Generalstab aspirierte.
Wir führten den Dienstbetrieb von Anfang an Schulähnlich und die Jungs machten mit 🙂
Die Inspektion war dann auch ein voller Erfolg und unser Kadi konnte in den nächsten Monaten seine Generalstabslaufbahn in Angriff nehmen.


2012 – Schiess-WK im Hinterrhein (GR) – Abschied

Eigentlich wäre der Hauptstandort wieder im Glarus gewesen, aber anlässlich meiner letzten Diensttage setzte mich der Kdt ein um den Aussenstandort Hinterrhein hochzufahren und den Dienstbetrieb aufzugleisen. Dies haben wir auch gemacht und in der zweiten Woche ging es um die Übergaben an den Standortstellvertreter. Personelles etc. wurde bereits vom Hauptstandort geführt und war nicht mehr in meinem Aufgabenbereich. Beim Abtreten am Samstag der ersten WK Woche kam der emotionale Teil und ich durfte/musste mich von meinen Jungs verabschieden.

Nach gesamthaft 563 Diensttagen wovon 363 in den Schulen und 200 in der Panzerbrigade 11 absolviert wurden war die Zeit meiner Pension gekommen. Der „Senior-Feldi“ muss nun nur noch auf das offizielle Schreiben aus Bundesbern warten…

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