Interrail 2012 – Rückblick

Rückblickend gesehen waren diese zwei Wochen ein Erlebnis pur. Durch das ehrgeizige Ziel möglichst günstig viel zu sehen, blieben natürlich diverse Sehenswürdigkeiten auf der Strecke.

Die zwei Wochen kosteten mich ohne Verpflegung weniger als €900.– somit war das Ziel erreicht worden.
(Budgetplanung war in Teuronen, da die meisten Ausgaben in dieser Währung getätigt wurden)

Wer oft mit den ÖV unterwegs ist, dem kann ich so eine Reise empfehlen. Danach reagiert man bei Verspätungsmeldungen, etc. der SBB sehr entspannt 😀

Hier nochmals eine Übersicht der Reise mit Links zu den einzelnen Stationen:

Ein Abenteuer gewinnt
Romanshorn – Kopenhagen
Kopenhagen – Stockholm
Stockholm – Oslo
Oslo – Göteborg – Kopenhagen – Amsterdam
Amsterdam – Newcastle
Newcastle – Edinburgh
Edinburgh – Aberdeen
Aberdeen – Inverness
Inverness – Glasgow
Glasgow – Edinburgh – Newcastle – Amsterdam – Romanshorn

Interrail 2012 – Glasgow – Newcastle – Amsterdam – Zürich

Später in Glasgow ging es mir entsprechend nicht mehr so wie auch schon, und die Tatsache dass ich auf meiner Reise nun „endlich“ auch einmal das typische Schottische Regenwetter erleben durfte sorgte für den Entscheid am nächsten Tag einen früheren Zug zurück nach Edinburgh zu nehmen um dort noch ein wenig in einem kleinen Laden für Schottische Spezialitäten shoppen zu gehen, welchen ich bei meinem Aufenthalt bereits entdeckte.

Die Verkäuferin suchte mir ein paar gute Tropfen in 10cl Fläschchen zusammen und war über meine Frage wie viel Volumen wir denn jetzt schon beisammen hätten erstaunt. Nach meiner Erklärung dass ich noch sowas ärgerliches wie einen Zoll vor mir hätte verstand sie aber.

Von Edinburgh ging es dann auch gleichen Tags wieder zurück nach Newcastle und von dort auf die Fähre.
Hier wurde bezüglich Sicherheit – oder sollte ich sagen „Angst“ – ein Unterschied zu den Niederlanden sichtbar.
Während wir in Amsterdam ohne weiteres die Fähre betreten konnten gab es hier eine Sicherheitskontrolle. Um nicht zu lügen versuchte ich der Dame bei der Frage ob ich was scharfes oder spitziges dabei hätte ehrlich zu erklären, dass ich eine kleine Schere im Erste-Hilfe-Set dabei hatte. Blöderweise kam mir nicht das blöde Wort „scissors“ in den Sinn, doch mit Hand und Fuss klappte es dann. Dass mein Schweizer Soldatenmesser neben dem Set verpackt war, sollte Sie zu dem Zeitpunkt ja auch nicht herausfinden 😉

Die Fahrt auf der Fähre verlief diesmal harmonischer. Hatte ich ja schon auf der Hinfahrt Erfahrungen sammeln dürfen.

In Amsterdam hatte ich dann nochmals einen Tag zur Verfügung, welchen ich unter anderem mit einer Fahrt durch die Grachten verbrachte.
Zum richtigen Geniessen war mein Drang zur Heimfahrt langsam zu gross.

Die Heimfahrt mit dem Nachtzug war dann auch nicht allzu speziell, umso mehr dafür eine Einlage im Zürcher Hauptbahnhof.
Wie ich auf meinen Intercity zum Bodensee wartete, fuhr eine schöne alte Dampflokomotive aus dem Bahnhof aus. 🙂

Interrail 2012 – Inverness – Glasgow

Langsam gings wieder in Richtung Süden.

Die Fahrt sollte durch die Highlands via Perth nach Glasgow gehen.
Also, die Zugsfahrt ging auch durch die Highlands, fing jedoch mit der entschuldigenden Durchsage an, dass leider die Heizungen im Zug ausgefallen seinen.
Mitten an einer Bahnstation im Cairngorms National Park musste der Zug zwecks Kreuzung halten. Der Schaffner teilte dies mit und die Raucher durften draussen ihrer Sucht nachgehen.
Ich fragte mich jedoch immer, ob man hier lernt, dass man verachtet wird, wenn man die Taste zum Schliessen der Türen drückt. Jedenfalls tat es keiner und es wurde angesichts der Schneekuppen in Sichtweiter im kühler… kälter im Zug, was meine sich im Anzug befindliche Erkältung natürlich als Zeichen verstand…

Interrail 2012 – Edinburgh – Aberdeen

Die Reise führte mich nun weiter Richtung Norden. Entlang der Schottischen Nordseeküste, vorbei an ehrwürdigen Orten an welchen man den harten weissen Bällen huldigt (St. Andrews) bis nach Aberdeen.

Hier haben meine Navigationskünste total versagt. Anstatt relativ direkt zum Hostel zu gelangen lief ich einen circa 2km langen Umweg :-/
Umso herzlicher war dann die Begrüssung durch die Angestellte und es sollte trotz grossem Mehrbettzimmer eine angenehme Nacht werden.


.

PS: eine getätigte Reservation ist bei einem „no vacancies“ (ausgebucht) Schild an der Haustüre umso beruhigender 😉