USA 2016 / Bodie Ghost Town, Yosemite Nationalpark

Der Tag nach den Mammutbäumen sollte uns in das Zentrum der Sierra Nevada bringen. Wir wollten in den Yosemite Nationalpark. Wir waren nicht die einzigen, denn schon in der südlichen Anfahrt war geschrieben, dass sämtliche Parkplätze im Tal voll seien. Nach kurzer Absprache wählten wir trotz längerer Autofahrt Plan B – Bodie Ghost Town.

Wir durchquerten also den Nationalpark bis zum nordöstlichen Ausgang im Tioga Pass, was jedoch fast drei Stunden benötigte ehe wir dann die Geisterstadt ansteuern konnten.

Der Naturstrasse folgend kamen wir irgendwann zur kleinen Zahlstelle und machten uns auf den Spaziergang durch Bodie. Für Touristen aus unseren Breitengraden ist es nicht vorstellbar einen Ort einfach zu verlassen. Es war wirklich geisterhaft aber ein realitätsnaher Einblick in die Vergangenheit. Für den Tipp eines Kollegen kann ich hier nur danken.

Unser Hotel für den Abend war in Sonora und wir waren nahe der Sonora Passstrasse was mich dazu verleitete zu sagen, wir können ja einfach „schnell“ die direkte Strasse nehmen. Naja, dieses „schnell“ nahm nochmals über zwei Stunden in Anspruch, aber es war eine schöne kleine Passstrasse zur Westflanke der Sierra Nevada.

Aufgrund der gemachten Erfahrung fuhren wir am nächsten Tag etwas früher los und siehe da, wir haben im Tal einen Parkplatz gefunden. Am Vorabend haben wir die auch hier erhaltenen Unterlagen studiert und diesmal eine kleine Route zum Fusse der Vernal Falls heraus gesucht. Diesmal waren wir doch eher unterfordert und so folgten wir dem Weg hinauf. Zwischendurch musste ich die Kamera einpacken, da die Gischt uns bis auf die unterste Schicht durchnässte. Netterweise wurden wir vom einen oder anderen vorgelassen, da wir zu den wenigen mit bergtauglichen Schuhen gehörten *kopfschüttel*. 700 Tritte später waren wir oben und fanden ein Schild, welches auf eine Alternativroute für den Abstieg hinwies mit dem Hinweis, man müsse nur die Abkürzung zum John Muir Trail folgen und man würde mit einer super Aussicht und einem angenehmeren Abstieg belohnt. Es wurde einfach das kleine Detail weggelassen, dass die Abkürzung ein kurzer aber heftiger Aufstieg sei. 😀

Nach der Tour wurden wir zum Abschied auf dem Parkplatz noch mit hungrigen Wildtieren überrascht. Die kleine Gruppe spazierte über den Parkplatz als ob Ihnen das Land gehört und frassen genüsslich hinter unserem Auto von den Büschen.

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