Pfingsten 2018 / spontaner Kurzurlaub

Nach unserem ersten Kurzurlaub an Auffahrt waren wir richtig in Camping-Laune.
Da der Schichtplan meiner Partnerin gutes verhiess, packten wir spontan unsere Sachen und fuhren am Pfingstsamstag in der Früh zum Naturcamping Titisee. Dieser war in mehrerer Hinsicht anders als wir es bisher kannten:
– Reservationen wurden keine angenommen
– Parzellenzuweisung gab es nicht
– Naturboden ist definitiv anders als präparierte Parzellen
– die Einrichtungen waren sehr schlicht und ohne Luxus

Dies will ich nun aber auf keinen Fall negativ dastehen lassen!

Ich hatte mit dem Campingplatz schon vor unserem Urlaub an Auffahrt Kontakt. Da hiess es klar, dass keine Reservationen angenommen werden, wenn man jedoch vor 14 Uhr anreise, hätte es eigentlich immer Plätze frei. So haben wir uns entschieden, am Pfingstsamstag wirklich gleich nach dem Frühstück loszufahren, damit wir ca. 10 Uhr da sein würden – was auch geklappt hat.

Als wir den Campingplatz gefunden haben und uns registrieren wollten, wurden wir gleich darauf hingewiesen dass es hier ein wenig anders laufe…
Wir sollten erst einmal zu Fuss einen schönen Platz finden, uns da einrichten und danach folge dann die Anmeldung an der Reception. Gesagt getan. Wir spazierten also über den Platz und konnten uns so eine wirklich schöne Parzelle direkt am See sichern.
Der Wohnwagen war auch schnell aufgestellt und das Einziehen des Vorzeltes klappte auch schon besser. Gut ausgerüstet dachte ich, befestige ich noch schnell die Heringe mit dem Akkuschrauber im Boden. Denkste – sandiger Naturboden und Standard-Schraubheringe passen nicht harmonisch zusammen.
Für die zwei Übernachtungen war es genug, aber für längere Aufenthalte kamen Sand-Schraubheringe auf die laufende Einkaufsliste.

Nach einer kurzen Verpflegung gingen wir für die Tage einkaufen. Gerade als wir aussteigen wollten, zeigte Petrus wieder einmal eindrücklich, dass er am längeren Hebel sitzt wie wir kleinen Menschen. Er öffnete seine Schleussen auf einmal und die ersten 10-15 Minuten nach Ankunft verbrachten wir im Auto auf dem Parkplatz der Detailhändler. Während dieser Zeit wurde der Platz nicht nur geflutet sondern auch mit Hagelkörner weiss bedeckt. Im Auto sitzend hoffte ich nur, dass diese nicht noch grösser würden.
Als dieses Intermezzo vorüber war, konnten wir für die Tage auch einkaufen und uns im Wohnwagen gemütlich einrichten. An einem solchen gemütlichen und verregneten Wochenende auf einem Campingplatz lernt man auch wieder die Vorzüge eines gepflegten Kartenspiels kennen.

Nebst dem Spiel mit den Karten spazierten wir auch das eine oder andere mal über den schlicht eingerichteten Platz. Ich will dies auch hier nicht schlecht reden. Sämtliche Einrichtungen waren schlicht, funktionell und sauber. Wer jedoch den Komfort von 3 Sternen und mehr sucht, für den ist dieser Campingplatz nicht das richtige. Den Naturboden merkte man auch bei Regen. Während auf präparierten Stellplätzen in der Regel eine Sickerschicht eingearbeitet ist, kann es auf einem Natur-Campingplatz gut vorkommen, dass sich das Vorzelt in eine See- und Bachlandschaft verwandelt. 😉

Alles in allem waren es hier zwar drei verregnete aber doch erholsame Tage. Ein schöner Kurzurlaub mitten im Schwarzwald, der nur knapp zwei Autostunden entfernt ist. 🙂

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